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Aloe Vera (Aloe barbadensis)

Aloe Vera - die Wüstenlilie ist eine der erstaunlichsten Pflanzen, die uns die Natur schenkt.
Sie ist eine der 700 Lilienarten, die eigentlich eher wie ein Kaktus aussieht und der Agave gleicht. Der Name "Aloe" kommt aus dem Arabischen und bedeutet "bitter", denn die Schicht zwischen Blatt-Aussenwand und Gel schmeckt bitter; Vera bedeutet "wahre". Die Aloe Vera blüht in ihrer Reifezeit als wunderschöne gelbe Blüte. Zur Familie der Aloe Vera Pflanzen zählen über 300 verschiedene Arten, aber nur eine, die Aloe Barbadensis Miller oder auch Aloe Vera Linné genannt, ist die für den Menschen am bekömmlichsten Aloe. Die Aloe Vera gehört zur Gattung des Bärlauch / Knoblauch.

Aussergewöhnlich sind bei dieser Pflanze die Schutzeigenschaften gegen das Verdunsten von Feuchtigkeit. Wird eines der Blätter der Pflanze verletzt, so heilt die Wunde fast augenblicklich. Der Flüssigkeitsgehalt im Blatt liegt bei ca. 95 % und wird durch eine wachsartige und Feuchtigkeit spendende Hautschicht bedeckt. Erst nach dem 3. bis 5. Lebensjahr der Pflanze entwickelt sich der Gesamtwirkstoffgehalt.

In den prall gefüllten Blättern der Wüstenpflanze befindet sich ein Wasserspeicher, der bis heute von der Wissenschaft entdeckte rund 160 kostbare Lebensbausteine enthält, die tief in die Haut eindringen und dort ihre schützende und pflegende Wirkung entfalten. Das aus den Blättern gewonnene Mark ist reich an Stoffen wie Vitamine, Mineralsalze, Aminosäuren, Enzyme und fördernde Fermenten. Die Wirkstoffe des reinen Gels im Inneren des Aloe Vera Pflanzenblattes werden nicht nur zur Entschlackung und Regeneration bei Befindlichkeitsstörungen eingesetzt, sie sind auch ein wohltuendes Erlebnis für die Haut.

Die alten Ägypter schlossen deshalb bereits vor über 3.500 Jahren daraus, daß diese Fähigkeiten auch der Behandlung des menschlichen Organismus und vor allem der Haut zugute kommt.

Seit ca. 6000 Jahren taucht sie als "Erste-Hilfe-Pflanze" oder "Pflanze der Unsterblichkeit" in alten Schriften auf. Sie galt als Symbol für Gesundheit, Wohlergehen und Schönheit.

Die Wirkung der Aloe Vera ist breit gefächert. In Fachkreisen gilt die Aloe Vera als ein vollwertiges Nahrungsmittel, das schon Mahatma Ghandi auf seinem langen Weg der Fastenzeit begleitet haben soll.


Inhaltsstoffe 

Wissenschaftlich untersucht wird die Aloe Vera erst seit wenigen Jahrzehnten von Forschern angesehener Universitäten, die von Ihr fasziniert, bis heute in ihrem Extrakt über 160 wertvolle, rein biologische, Inhaltsstoffe entdeckten.

Der grösste Pluspunkt ihrer Wirkung scheint jedoch das optimale natürliche Zusammenspiel der einzelnen Inhaltsstoffe zu sein (Synergieeffekt).

Vitamine sind lebensnotwendige Substanzen, die dem funktionierenden Organismus über die tägliche Nahrung zugeführt werden müssen. Noch zu Großmutters Zeiten genügte es, täglich frisches Obst und Gemüse zu den Mahlzeiten zu essen. In unserer von Giftstoffen durch sauren Regen, Autoabgase usw. vergifteten Umwelt ist es um so wichtiger, vitaminreiche Kost zu sich zu nehmen, um die vielen Körperfunktionen des Organismus vor allem für einen reibungslosen Stoffwechsel zu unterstützen.

Verschiedene Vitamine übernehmen jeweils spezielle Funktionen im Organismus. So beeinflussen sie z.B. die Umwandlung von Nahrung in Energie, den Aufbau von Körpergewebe, das Immunsystem, die Bildung von Hormonen, die Entgiftung des Körpers und die Enzyme. Es gibt zwei Gruppen von Vitaminen: wasserlöslich und fettlöslich

Wasserlösliche Vitamine (Vitamin C und alle B-Vitamine) verteilen sich und wirken in allen wasserhaltigen Zonen des Körpers, also fast überall, so z.B. im Blut oder zwischen den Zellen. Da der Körper die wasserlöslichen Vitamine nicht speichern kann, werden sie über die Nieren wieder ausgeschieden. Nur B 12 kann, wie die fettlöslichen Vitamine, in der Leber eingelagert werden.

Die fettlöslichen Vitamine A, E, D und K halten sich in einigen Organen und Geweben, wie z.B. der Zellmembran, auf. Für die Fortbewegung benötigen diese Vitamine als Transportmittel einen Hilfsstoff, der sie wie eine Hülle umgibt.

Diese Inhaltsstoffe machen die Aloe Vera so wertvoll:

Vitamine

  •  Vitamin B1 = Thiamin
  •  Vitamin B2 = Riboflavin
  •  Vitamin B6 = Pyridoxin
  •  Vitamin B12 = Cobalamin

weitere Vitamine des B-Komplexes

  • Folsäure 
  • Niacin 
  • Cholin

Mineralstoffe

  • Calcium 
  • Phosphor 
  • Magnesium 
  • Kalium 
  • Natrium + Chlorid 
  • Eisen

Spurenelemente

  • Mangan 
  • Kupfer 
  • Chrom 
  • Zink 
  • Selen

Antioxidantien

  • Provitamin A = Beta-Carotin 
  • Vitamin C = Ascorbinsäure 
  • Vitamin E = Tocopherol

Essentielle Aminosäuren

  • Leucin - Phenylalanin 
  • Methionin 
  • Valin 
  • Isoleucin 
  • Threonin 
  • Tryptophan 

Nicht essentielle Aminosäuren

  • Asparaginsäure 
  • Glutaminsäure 
  • Alanin - Arginin 
  • Cystein 
  • Glycin 
  • Histidin 
  • Serin 
  • Tyrosin 
  • Prolin 
  • Hydroxyprolin

Enzyme (Fermente) = steuern und beschleunigen Stoffwechselvorgänge

  • Amylase (Verdauungsenzym, kohlehydratspaltend) 
  • Lipase (Verdauungsenzym, fettspaltend) 
  • Protease (Verdauungsenzym, eiweißspaltend) 
  • Cellulase (cellulosespaltend) 
  • Bradykinase (schmerz- und entzündungshemmend, immunstimulierend) 
  • Bradykinase 
  • Cellulase (cellulosespaltend) 
  • Alkalische Phosphatase 
  • Oxidase - Katalase (verhindert Ansammlung von Wasserstoffperoxid im Gewebe) 
  • Lipase (Verdauungsenzyme, fettspaltend) 
  • Creatine Phosphokinase (Energiegewinnung in den Muskelzellen) 
  • Protease (Verdauungsenzyme, Eiweiß spaltend) 
  • Pentosane 
  • Alimase 
  • SGOT Transaminase 
  • Lactic Dehydrogenase 
  • Nudeotidase 
  • SPOT Transaminase 
  • SPGT-Transaminase

Mono- und Polysaccharide (Kohlenhydrate)

  • Acemannan (Basis für alle verbindungsschaffenden Zellen, schützt die Zellmembran) 
  • Uronsäure (wichtige Entgiftungsreaktion) 
  • Galakturonsäure 
  • Glukoronsäure 
  • Manuronsäure 
  • Pentosan 
  • Rhamnose 
  • Glukose (Zellbrennstoff - Traubenzucker oder Einfachzucker - Energielieferant oder Nervennahrung) 
  • Cellulose (Faserstoffe) 
  • Manose (Baustoff für Zellmembranen) 
  • Aldopentose 
  • Arabinose 
  • Galaktose 
  • Xylose

Anthraquinone (abführenden und schmerzstillend)

  • Aloin (steigert die Peristaltik des Dickdarms und ist daher leicht abführend und Erbrechen erregend) 
  • Isobarbaloin analgetisch (schmerzstillend und antibiotisch) 
  • Aloetic Säure (antibiotische Wirkung) 
  • Aloe-Emodin (antibiotisch und kathartisch) 
  • Anthranole 
  • Restannol 
  • Anthracene 
  • Zimtsäure 
  • Barbaloin (antibiotisch und kathartisch) 
  • Monosulfonic Säure 
  • Emodin (kathartisch) 

Sonstige Inhaltsstoffe

  • organische Säuren (Salicylsäure, Gerbsäuren) 
  • sekundäre Pflanzenstoffe 
  • ätherische Öle 
  • Sterole (entzündungshemmend) 
  • Saponine (reinigend, antiseptisch)

Wirkung - Vitamine, Spurenelement, Mineralien

Folsäure
Folsäure ist ein Sammelname für verschiedene Vitamine der B-Gruppe, die in der Darmflora hergestellt werden können. In tierischen Produkten wie Leber liegen diese als Monoglutamate vor, in pflanzlichen (beispielsweise Spinat) als Polyglutamate. Polyglutamate können weniger gut vom Körper verwertet werden. Der Name Folsäure stammt vom lateinischen Begriff folium (= Blatt), in Anlehnung an die Spinatblätter, aus denen dieses Vitamin erstmals isoliert wurde. Der gesunde Erwachsenenkörper besitzt etwa 15 mg Folsäure, die hauptsächlich in der Leber gespeichert sind.

Funktion im Körper
Folsäure wirkt bei der Bildung von Blutkörperchen und Schleimhautzellen mit. Ausserdem hilft sie beim DNA-, RNA- und Proteinstoffwechsel und beim Abbau der Säure Homocystein, welche für das Herz-Kreislauf-System schädlich sein kann.

Folsäure-Mangel
Ein Folsäuremangel macht sich zunächst mit unspezifischen Symptomen wie Reizbarkeit, Konzentrationsschwächen und depressiven Verstimmungen bemerkbar. Da Folsäure hauptsächlich für die Bildung von Schleimhäuten und Blutkörperchen verantwortlich ist, zeigen sich hier auch die ersten spezifischen Symptome, allerdings erst nach mehreren Wochen: Schäden der Schleimhäute oder Wunden heilen langsamer. Da Folsäure auch für die Senkung des Homocysteinspiegels sorgt, lässt ein Mangel an dem Vitamin diesen steigen und begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie beispielsweise Arteriosklerose oder Schlaganfälle. Bei ungeborenen Kindern kann Folsäuremangel zu Missbildungen, wie dem so genannten offenen Rücken (Spina bifida) führen, weshalb Schwangere zusätzliche Gaben des Vitamins einnehmen sollten. Auch Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht sicher verhüten und möglicherweise schwanger werden könnten, sollten eine derartige Menge bereits zur Vorsorge nehmen. In der letzten Zeit wird die Gabe von Folsäure zur Prophylaxe von Schlaganfällen und Herzinfarkten stark empfohlen.
Bei der Behandlung von Tumoren wird in manchen Fällen ein künstlicher Folsäuremangel hervorgerufen, um das Gewebe des Tumors zu schädigen. Da der Tumor schneller wächst als das übrige Gewebe, wird er auch stärker geschädigt.

Folsäure-Lieferanten
Folsäure ist enthalten in Blattgemüse, wie Spinat und Salat, in Tomaten, Kartoffeln, in einigen Kohl- und Obstsorten und Produkten aus Vollkornmehl. Besonders reich an Folsäure sind Weizenkeime und Sojabohnen. Bei tierischen Lebensmitteln enthält Leber die höchsten Konzentrationen an diesem Vitamin, während andere Fleischarten und Fisch nur geringe Mengen enthalten. Da das Vitamin licht-, sauerstoff- und hitzeempfindlich sowie gut wasserlöslich ist, sollten zu intensives Wässern und zu lange Lager- und Kochzeiten vermieden werden. Manchen industriell hergestellten Getränken und Milchprodukten wird Folsäure künstlich zugesetzt.

Täglicher Bedarf
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. braucht der Mensch eine Tagesration von 400 µg = 0,4 mg Folsäure. Schwangeren wird eine Menge von 600 µg empfohlen. Bei einer gesunden, ausgewogenen Ernährungsweise sollte der tägliche Bedarf eigentlich gedeckt werden, doch die wenigsten Menschen essen täglich frisches Gemüse, so dass 80 – 90 % der Bevölkerung nicht den Tagesbedarf alleine durch den Verzehr normaler, unangereicherter Lebensmittel erreichen. Auch die Resorptionsbedingungen für Folsäure im Körper sind nicht immer optimal; ein Zuwenig an Eisen beispielsweise kann die Aufnahme erschweren. 
Ein Folsäuremangel ist in den Industrieländern nicht selten. Alkoholiker, Raucher, Frauen, die die "Pille" nehmen, Schwangere, Stillende, Patienten mit Magen-Darm-Erkrankungen oder chronischen Blutungen sind besonders davon bedroht. 
Wenn ein erhöhter Bedarf besteht, sollten zusätzliche Folsäuregaben in Form von Tabletten eingenommen werden, jedoch nicht ohne Absprache mit dem Arzt bezüglich der Form der Einnahme und der Dosis. Die Gefahr von Überdosierung besteht erst ab höheren Dosen von ca. 15 mg. In diesem Fall können allergische Reaktionen, Störungen im Magen-Darm-Bereich oder Schlaflosigkeit und Nervosität auftreten. Die Symptome verschwinden nach Absetzen der Folsäure jedoch wieder. Im Fall eines gleichzeitigen B12-Mangels sollte jedoch möglichst keine Folsäure eingenommen werden, da sie die B12-Aufnahme beeinträchtigen kann.

Cholin
Cholin ist ein Vitamin des B-Komplexes und von Bedeutung für den Fettstoffwechsel. Es hilft Cholesterin unter Kontrolle zu halten und ist wichtig für die Funktion des Nervensystems, insbesondere des Gehirns. Darüber hinaus hilft es bei Alzheimer und unterstützt die Leber beim Abbau von Giftstoffen. Außerdem hat es eine beruhigende Wirkung.

BetaCarotin
Vitamin A (Retinol) ist für zahlreiche Körperfunktionen notwendig: Es steuert die Sehfunktion, reguliert die Zellteilung von Haut und Schleimhaut, die embryonale Entwicklung, das Körper- und Zellwachstum, die Fortpflanzungsfähigkeit und ist wichtig für ein gesundes Herz-Kreislauf-System. Außerdem ist es ein wichtiges Antioxidanz.  
Das fettlösliche Vitamin A ist in tierischen Lebensmitteln enthalten; pflanzliche Nahrungsmittel enthalten Provitamin A, wie z.B. ß-Carotin, das im Körper je nach Bedarf zu Vitamin A umgewandelt werden kann.
Eine Unterversorgung mit Vitamin A kann sich bemerkbar machen in Sehstörungen (Nachtblindheit), Verhornungsstörungen der Haut und Schleimhaut, Wachstums- und Entwicklungsstörungen beim Kind und Ungeborenen, Fruchtbarkeitsstörungen und erhöhtem Krebsrisiko. Vitamin A bzw. dessen Abkömmlinge werden therapeutisch unter anderem bei einigen Hauterkrankungen wie Akne und Psoriasis eingesetzt.

Die tägliche Zufuhrempfehlung für Erwachsene beträgt 0,8-1,0 mg (D-A-CH-Referenzwert).

Weil Vitamin A fettlöslich ist, kann es der Körper speichern. Daher sollte man mit hohen Vitamin-A-Dosierungen vorsichtig sein. Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch sollten täglich nicht mehr als 8.000 I.E. (2,4 mg) Vitamin A aufnehmen.

Carotinoide 
Wir kennen zwei Carotinoide (Pflanzenfarbstoffen), die sogenannten Provitamine A. Sie werden im Dünndarm zu Retinol (Vitamin A) gespalten und über die Lymphe transportiert. Carotinoide, die im Körper in Retinol umgewandelt werden, sind für den Menschen ebenfalls essentiell.

Da sie Sauerstoff an sich binden, fungieren sie als sogenannte Antioxidantien. Sie fangen freie, aggressive Sauerstoffradikale (reaktionsfreudige Moleküle) und ähnliche Oxidationsprodukte wirksam ab, entreißen ihnen ein Sauerstoffatom und verhindern so die Oxidation anderer Substanzen wie Eiweiß, Nuklein- und Fettsäuren. Carotinoide in ausreichender Menge beugen einer Schädigung von Zellen, Zellkern und Zellmembran und wahrscheinlich sogar Krebskrankheiten vor.
Carotin wird auch Provitamin A genannt. Es ist eine inaktive Substanz, die der menschliche Organismus zu Vitamin A umwandelt. Carotine haben auch antioxidative Wirkung.

Vitamin B1 = Thiamin

  • kommt in fast allen Lebensmitteln vor 
  • ist lebensnotwendig und überall im gesunden Körper verteilt (Organe,Gewebe und Muskulatur) 
  • im Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel als Coenzym eine wichtige Rolle 
  • Körper kann Energie aus der Nahrung gewinnen  
  • übernimmt bestimmte Funktionen im Nervensystem und wird zum Wachstum des Gewebes gebraucht 
  • Vitamin aus Pflanzen kann direkt vom Körper verwertet werden; aus tierischen Quellen muss es erst durch Enzyme aufgespalten werden  

Vitamin-B1-Mangel äussert sich in Symptomen wie neurologischen Störungen, Muskelatrophie (Muskelschwund) und Herzinsuffizienz, die unter dem Namen Beriberi zusammengefasst werden.
Diese Krankheit trat auf, als man dazu überging, den Reis zu polieren und dadurch die vitaminreiche Schale entfernte. Besonders in Japan und Ostasien, wo Reis als Hauptnahrungsmittel gilt, war die Krankheit sehr häufig. Bei uns tauchte sie auf, als Mehl so fein gemahlen wurde, dass der vitaminreiche Weizenkeim verschwand und über das Brot kein Vitamin B1 mehr aufgenommen werden konnte. Auch heute noch tritt die Mangelerkrankung in Ländern der Dritten Welt auf.
In den Industrieländern taucht die Krankheit heute meist im Zusammenhang mit Alkoholismus oder schwerer Fehlernährung auf, ist aber eher selten. Leichtere Mangelerscheinungen hingegen treten bei uns häufig auf. Da wir auch meist geschälten Reis und Weißmehl statt Vollkornprodukte essen und häufig Stresssituationen ausgesetzt sind, haben viele von uns uns einen leichten Vitamin-B1-Mangel.
Die Einnahme der Pille, eine Schwangerschaft, die Stillzeit, Rauchen und bestimmte Krankheiten sind Faktoren, die einen Mangel begünstigen. Symptome dafür zeichnen sich beispielsweise durch Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Appetitlosigkeit, Reizbarkeit und Verdauungsstörungen ab. Hält dieser Zustand über längere Zeit an, kann er zu Herz-Kreislauf-Störungen, Muskelkrämpfen und Depressionen führen.
Der menschliche Körper enthält etwa 30 mg Vitamin B1, ist aber auf eine ständige Zufuhr angewiesen. Je nach Energieverbrauch benötigt er mehr oder weniger davon, speichern kann er es nur kurz.

Die "Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V." empfiehlt für Erwachsene eine Tagesaufnahme von 1,0 bis 1,3 mg, also ebenso viel, wie durchschnittlich verbraucht wird. Eine Überdosierung ist kaum möglich, da ein Zuviel über die Nieren ausgeschieden wird. Menschen mit erhöhtem Bedarf sollten deshalb die Tagesdosis noch auf 5 bis 10 mg erhöhen, jedoch nicht, ohne dies vorher mit einem Arzt abgeklärt zu haben.

Vitamin B2 = Riboflavin
-Riboflavin  
-Folsäure  
-Niacin  
-Pantothensäure

Es kommt in der Natur als gelblicher Pflanzenfarbstoff vor und kann nur von Pflanzen und Mikroorganismen gebildet werden. Menschen und Tiere können B2 jedoch über den Dünndarm aufnehmen, in FAD [Flavinmononukleotid] und FMN [Flavinadenindinukleotid] umwandeln und verarbeiten
Alle vier Bestandteile des Vitamin B2 übernehmen als Coenzyme wichtige Funktionen im Protein- und Energiestoffwechsel. Außerdem spielen sie eine Rolle im Nervensystem, wo sie bestimmte Hormone kontrollieren.
Weil Vitamin B2 so verschiedene Aufgaben hat, führt ein Mangel auch zu unterschiedlichen Störungen. Ein Niacinmangel beispielsweise ruft Hautveränderungen, Durchfall und Depressionen hervor. Diese Symptome werden auch als Pellagra (= raue Haut) bezeichnet
Weitere Beschwerden, die durch schweren Vitamin-B2-Mangel entstehen können, sind Entzündungen der Schleimhäute, Sehstörungen und neurologische Störungen. Bei uns tritt, hauptsächlich bei Jugendlichen, ein leichter Vitamin-B2-Mangel auf, der sich beispielsweise in Schlaffheit, Hautproblemen und Zahnfleischentzündungen äussern kann. Der Tagesbedarf für Erwachsene liegt zwischen 1,2 und 1,5 mg. Wieviel der Einzelne benötigt, hängt von Geschlecht, Alter, Stoffwechselprozessen und Gewicht ab.
Das Vitamin muss regelmässig zugeführt werden, da der Körper Reserven für nur etwa zwei bis vier Wochen anlegen kann. Überschüssiges B2 wird über die Nieren ausgeschieden, bei Überdosierungen sind daher keine schädlichen Nebenwirkungen bekannt. Jugendliche in der Pubertät, schwangere oder stillende Frauen und solche, die die Pille nehmen, Raucher, Vegetarier, Alkoholiker und Menschen, die sich fettreich ernähren und solche mit erhöhter Stressbelastung oder bestimmten Krankheiten haben einen Mehrbedarf an Vitamin B2.

Vitamin B3 = Niacin = Nikotinsäure 
Gehört zur Gruppe der wasserlöslichen Vitamine, und wird unter europäischen Ernährungsbedingen ausreichend mit der Nahrung aufgenommen. Niacin ist ein Sammelbegriff für Nikotinsäureamid und Nikotinsäure sowie die Coenzyme NAD (Nicotinamid-Adenin-Dinucleotid) und NADP (Nicotinamid-Dinucleotid-Phosphat).

Niacin erfüllt seine Hauptaufgabe als typisches Vitamin B bezüglich der verschiedenen Stoffwechsel, und zwar des Eiweiß-, Fett- und Kohlehydratstoffwechsels, und trägt zur Energiegewinnung bei. Es ist an vielen enzymatischen Vorgängen beteiligt und hat auch antioxidative Wirkung. Niacin ist wichtig für die Regeneration von Haut, Muskeln, Nerven und DNS.
Ein Niacinmangel ruft Hautveränderungen, Durchfall und Depressionen hervor. Dieser Symptomkomplex wird nach dem sichtbarsten der Anzeichen als Pellagra (= raue Haut) bezeichnet. Wie bei vielen Vitaminen des B-Komplexes tritt ein Mangel hier auch selten allein auf; eher fehlen mit dem Niacin auch andere B-Vitamine.
Sollte es dennoch zu einem leichten Mangel kommen, beispielsweise durch eiweißarme Ernährung oder Absorptionsstörungen, äußert er sich zunächst in unspezifischen Störungen wie Appetitlosigkeit, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Reizbarkeit. Die empfohlene Menge, die über die Nahrung aufgenommen werden soll, liegt bei 10 bis 15 mg Niacin täglich. Weiteres Niacin stellt der Körper aus Eiweiß her, weshalb der Bedarf nur grob geschätzt werden kann. Der Körper verbraucht täglich etwa bis zu 17 mg.  Die Leber kann Niacinvorräte für etwa vier Wochen speichern. Ein Mehrbedarf kann bei bestimmten Krankheiten wie Krebs, bei Schwangerschaft und Stillzeit, bei Störungen des Verdauungssystems, Alkoholismus oder der Behandlung mit bestimmten Medikamenten wie Betablocker vorliegen.

Vitamin B6 = Pyridoxin 
Gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen und tritt in der Natur in verschiedenen Formen auf. Es wird von Bakterien hergestellt und kommt praktisch in allen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor. Es ist beteiligt an wichtigen Stoffwechselvorgängen, hilft bei nervösen Störungen, bei Blutarmut sowie bei der Reisekrankheit. Unser Tagesbedarf liegt bei 2 mg.

Vitamin B12 = Cobalamin 
Wird von Bakterien produziert und kommt ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor. Für strenge Vegetarier sind fermentierte Lebensmittel, wie z.B. Sauerkraut, die einzige Vitamin-B12-Quelle. Es ist unentbehrlich für die Funktion der Nervenzellen und für den Stoffwechsel. Es fördert die Bildung roter Blutkörperchen, gibt neuen Schwung und kommt in der Natur nicht sehr häufig vor. Unser Tagesbedarf liegt bei 2,5 µg.

Vitamin C = Ascorbinsäure
Gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen, die im menschlichen Körper nicht gespeichert sondern mit dem Urin ausgeschieden werden. Der Mensch kann - im Gegensatz zu den meisten Säugetieren - das Vitamin nicht selbst herstellen. Eine kontinuierliche Zufuhr ist daher notwendig.
Seine Hauptaufgabe im Körper ist der Oxidationsschutz. In Verbindung mit Vitamin E bekämpft es Infektionen und fördert Vernarbungsprozesse. Darüber hinaus ist es wichtig für die Erhaltung von Knochenmatrix und Zahnfleisch sowie für die Bildung von Kollagen. Es erleichtert die Aufnahme von Eisen.
Da Vitamin C selbst Sauerstoff an sich bindet, fungiert es als so genanntes Antioxidanz und fängt freie aggressive Sauerstoffradikale [reaktionsfreudige Moleküle] und ähnliche Oxidationsprodukte wirksam ab, entreißt ihnen ein Sauerstoffatom und verhindert so die Oxidation anderer wichtiger Substanzen wie Nukleinsäuren, Eiweiss und Fettsäuren.
Wenn dieses Vitamin, wie auch das Vitamin E und die Carotinoide, in ausreichender Menge vorhanden sind, wird einer Schädigung von Zellen, Zellkern und Zellmembran und wahrscheinlich Krankheiten, wie Krebs und Schlaganfällen vorgebeugt. Ein Mangel führt zu Skorbut. Unser Tagesbedarf liegt bei 100 mg.

Vitamin E = Tocopherol
Gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine. Es ist eines der wichtigsten Antioxidantien; das heißt, es sitzt auf der Zellmembran und schützt die Zelle vor freien Radikalen und Sauerstoffradikalen, die durch Stoffwechselvorgänge entstehen oder aus der Umwelt aufgenommen werden und Krankheiten, möglicherweise auch Krebs, auslösen können. Diese Fähigkeit hat es mit den Vitaminen A und C gemeinsam.
Sie fangen freie aggressive Sauerstoffradikale [reaktionsfreudige Moleküle] und ähnliche Oxidationsprodukte wirksam ab und entreißen ihnen ein Sauerstoffatom und verhindern so die Oxidation anderer, wichtiger Substanzen wie Nukleinsäuren, Eiweiß und Fettsäuren. Wenn dieses Vitamin, wie auch das Vitamin C und die Carotinoide in ausreichender Menge vorhanden sind, wird einer Schädigung von Zellen, Zellkern und Zellmembran und wahrscheinlich Krebskrankheiten vorgebeugt.
Es beschleunigt z.B. die Heilung der Haut bei Verbrennungen, verhindert hässliche Narbenbildung, u.ä. Speziell beim Fettstoffwechsel spielt Vitamin E eine Rolle. Depotfette, Membranfette und Fettproteine können durch die so genannte Lipidperoxidation abgebaut werden. Vitamin E verhindert dies zusammen mit anderen Antioxidantien.
Auch beim Eiweissstoffwechsel wirkt Vitamin E mit, schützt weiterhin die Zellen, unterstützt das Immunsystem und verhindert das Verklumpen von Blutplättchen; sogar das Lösen bestehender Verklumpungen ist möglich. All diese Eigenschaften verzögern quasi das frühzeitige Altern der Zellen
Seit 1968 ist Vitamin E als essentieller Nährstoff bekannt. Es kann nur von Pflanzen synthetisiert werden. Tiere und Menschen nehmen es mit der Nahrung auf. In der Natur kommen acht Vitamin-E-Stoffgemische vor. Beim Menschen wirkt eines davon, das sogenannte alpha-Tocopherol, am besten.
Von dem mit der Nahrung aufgenommenen Vitamin E werden etwa dreißig Prozent im Dünndarm resorbiert, der Rest wird ausgeschieden. Wenn mehrfach ungesättigte Fettsäuren gleichzeitig aufgenommen werden, beeinträchtigen sie die Resorption. Vom Dünndarm aus wird das Vitamin über den ganzen Körper in fast alle Gewebe verteilt.
Vitamin-E-Mangel tritt selten auf, da es in vielen Nahrungsmitteln enthalten ist. Sollte dennoch zu wenig davon resorbiert werden, werden zuerst die Reserven, die im Körperfett gespeichert sind, aufgebraucht. Beschwerden treten deshalb erst nach längerer Zeit auf. Es kann zu Konzentrations- und Muskelschwächen kommen; das Immunsystem wird geschwächt; es kommt leichter zu Infektionen; Krankheiten wie Krebs, Rheuma, Diabetes, Arteriosklerose und Schlaganfällen wird vermutlich Vorschub geleistet. Es ruft darüber hinaus Störungen bei der Fortpflanzung hervor.
Eine Unterversorgung mit Vitamin E entsteht nur selten, da die empfohlenen sechs bis acht Milligramm pro Tag normalerweise mit der Nahrung aufgenommen werden. Diese Richtlinie gilt aber nicht, wenn auch viele ungesättigte Fettsäuren mit der Nahrung aufgenommen werden. Dann erhöht sich der Bedarf bei Männern auf etwa 14 mg, bei Frauen auf etwa 12 mg. Schwangere und Stillende benötigen entsprechend mehr.
Raucher sowie Menschen, die großen Belastungen oder Stress ausgesetzt sind, weiterhin Herzkranke und immungeschwächte Patienten haben ebenfalls einen erhöhten Bedarf. Eine übermäßige Aufnahme von Vitamin E ist kaum möglich. Erst ab etwa 3000 mg können die Blutgerinnung, Verdauung und Muskelkraft beeinträchtigt werden. Die amerikanische Academy of Sciences empfiehlt eine maximale Tagesdosis von 1000 mg.
Diese Fähigkeit hat es mit den Vitaminen A und C gemeinsam. Sie fangen freie aggressive Sauerstoffradikale [reaktionsfreudige Moleküle] und ähnliche Oxidationsprodukte wirksam ab und entreißen ihnen ein Sauerstoffatom und verhindern so die Oxidation anderer, wichtiger Substanzen wie Nukleinsäuren, Eiwei und Fettsäuren.
Wenn dieses Vitamin, wie auch das Vitamin C und die Carotinoide in ausreichender Menge vorhanden sind, wird einer Schädigung von Zellen, Zellkern und Zellmembran und wahrscheinlich Krebskrankheiten vorgebeugt. Es beschleunigt z.B. die Heilung der Haut bei Verbrennungen, verhindert hässliche Narbenbildung, u.ä. Speziell beim Fettstoffwechsel spielt Vitamin E eine Rolle.
Depotfette, Membranfette und Fettproteine können durch die so genannte Lipidperoxidation abgebaut werden. Vitamin E verhindert dies zusammen mit anderen Antioxidantien. Auch beim Eiweißstoffwechsel wirkt Vitamin E mit, schützt weiterhin die Zellen, unterstützt das Immunsystem und verhindert das Verklumpen von Blutplättchen; sogar das Lösen bestehender Verklumpungen ist möglich. All diese Eigenschaften verzögern quasi das frühzeitige Altern der Zellen.

Spurenelemente

Zink
Chemisch gesehen gehört Zink zu den 2wertigen, "unedlen" Schwermetallen. Es ist für alle Lebewesen lebensnotwendig und wir finden es im menschlichen Körper hauptsächlich in Kochen, Haut und Haaren. Es wird nicht "auf Vorrat" gespeichert. Deshalb ist der Mensch auf eine regelmäßige Zufuhr angewiesen. Zink ist ein Bestandteil von Verdauungsenzymen und beim Menschen wichtig für Wachstum, Reifung und Fortpflanzung. Unentbehrlich ist Zink für Kohlenhydrat-, Lipid-, Protein-, DNS- und Hormon-Stoffwechsel. Es agiert im Säure-, Basen- und Enzym-Haushalt als Metalloprotein bzw. Aktivator. Der tägliche Bedarf von 10 bis 15 mg wird im allgemeinen durch die Nahrung gedeckt. Mangelsymptome können ein gestörtes Wachstum, Ausbleiben der Geschlechtsreife, Appetitlosigkeit sowie abnorme Glucosetoleranz sein. Aber auch Hautveränderungen, schlechte Wundheilung und erhöhte Infektionsanfälligkeit sind mögliche Folgen. Besonders Heranwachsende, Schwangere und Stillende sollten auf ausreichende Zinkzufuhr achten.

Chrom
Chrom ist beteiligt am Glukose- und Energiestoffwechsel. Ausserdem soll es Diabetes vorbeugen

Mangan
Gehört zu den lebenswichtigen Spurenelementen und ist in Lebensmitteln weit verbreitet. Im menschlichen Körper befindet sich das Element hauptsächlich in den Knochen. Es stellt ein essentielles Spurenelement z.B. in Enzymen der Fettsynthese dar und aktiviert Enzyme bei der Bildung von Kollagen und Mucopolysaccharid-Eiweiß-Komplexen; dies sind Stützsubstanzen, Gerüsteiweißköper in der Haut, bzw. im Bindegewebe. Der Tagesbedarf an Mangan liegt bei ca. 2-3 mg. Mangelzustände führen zu Blutgerinnungsstörungen, Gewichtsverlust, möglicherweise Wachstumsstillstand, Osteoporose und zu Funktionsstörungen der Geschlechtsorgane.

Kupfer
Gehört zu den Spurenelementen. Es ist ein wichtiger Bestandteil von für den Stoffwechsel und die Blutbildung wichtigen Enzymen, sowie der roten Blutkörperchen und des Coeruloplasmin - einem als Oxidase, Kupferspeicher und -transportprotein wirksamen Eiweißkörper. Kupfer findet sich im Blut, den Nieren und der Leber zu insgesamt nicht mehr als ca. 100mg. Der tägliche Bedarf beträgt 1,5 - 2mg, bei Säuglingen und Kindern 0,04 - 0,14mg pro Kg Körpergewicht, ist jedoch bei Schwangerschaft um mehr als 100 % erhöht. Mangelsymptome sind Anämien; selten ist eine Veränderung der Knochen zu beobachten.

Mineralien

Kalium Sorbat
Soll wichtig sein für die Aktivität verschiedener Enzyme sowie für die Funktion von Nerven- und Muskelzellen.

Magnesium
Ist in den Zellen bei 300 Enzymsystemen beteiligt. So bei der Aktivierung von Enzymen und der Proteinsynthese .Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff, der normalerweise in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen wird. Im menschlichen Körper ist er größtenteils in Knochen und Muskulatur zu finden. Ein Mangel führt mitunter zu Wachstumsstörungen, Verhaltensstörungen, Schwäche und Krämpfen.

Kalium
Ist wichtig für unser Säure-Basen-Gleichgewicht, den Flüssigkeitshaushalt und unsere Nervenfunktionen .Kalium reguliert zusammen mit Natrium und Chlorid den Wasserhaushalt des Körpers und hat eine zentrale Stellung im Stoffwechsel von Muskel- und Nervenzellen. Ein Mangel kann zu Muskelschwäche und sogar zu Lähmungen führen.

Natrium
Stellt ein wichtiges Element für unser Säuren-Basen-Gleichgewicht sowie unsere Nerven. Zusammen mit Kalium und Chlorid regelt es den Wasserhaushalt des Körpers und spielt eine Rolle bei der Aufrechterhaltung des Blutdrucks. Es verhält sich Wasser und Sauerstoff gegenüber sehr reaktiv. Der Natriumspiegel im Blut ist vermindert bei Durchfall und Erbrechen, Verbrennungen und bestimmten Vergiftungen und erhöht bei "Austrocknung" des Organismus als Folge einer negativen Flüssigkeitsbilanz. In den westlichen Industrieländern wird oft zu viel Natrium in Form von Kochsalz aufgenommen. Dies kann zur Entstehung von Bluthochdruck führen. Ein Mangel führt zu Muskelkrämpfen, "Denkfaulheit" wie auch Appetitlosigkeit.

Eisen
Ist ein Bestandteil von Hämoglobin, unserem in den roten Blutkörperchen enthaltenen Blutfarbstoff, und Enzymen des Energiestoffwechsels. Es bildet ein wesentliches Element für den Sauerstofftransport durch das Hämoglobin, für die Sauerstoffspeicherung im Muskel durch das Myoglobin, für die Oxidationsabläufe in der Zelle durch Fett-haltige Enzyme (Cytochrom) und den Elektronentransport in der Atmungskette, was mit der Energielieferung in Form von ATP verbunden ist. Da durch physiologische Zellabschilferung täglich Verlust entsteht, muss auf eine ausreichende Zufuhr an Nahrungseisen geachtet werden. Bei erhöhtem Bedarf kann das im Körper - in Milz, Leber und Knochenmark - gespeicherte Eisen mobilisiert werden. Der Gesamtgehalt im Körper beträgt 2 bis 4 Gramm. Bei gering gefüllten Speichern ist die Aufnahme des Nahrungseisens über den Dünndarm erhöht. Der tägliche Bedarf beträgt bei Männern 10 mg, bei Frauen mit Menstruation 15 mg, bei Schwangeren 30 mg und bei Stillenden 20 mg. Eine ausreichende Eisenversorgung ist besonders in Phasen starken Wachstums, so auch während der Schwangerschaft und Stillzeit, wichtig. Durch gleichzeitigen Genuss Vitamin C-reicher Säfte verbessert sich die Eisenaufnahme aus fleischloser Nahrung. Mögliche Folgen einer Eisenmangelanämie sind Schwäche und Kurzatmigkeit.

Chlor
Seine wichtigen Funktionen liegen im Säure-Basen-Haushalt und bei der Bildung von Magensaft. Mangelsymptome sind Muskelkrämpfe, "Denkfaulheit" und Appetitlosigkeit.

Schwefel
Ist ein Bestandteil von stoffwechselaktiven Geweben und von Knorpel. Mangelsymptome sind Müdigkeit, verminderte Widerstandskraft gegen Infektionen, gehemmtes Wachstum sogar eine Verzögerung der geistigen Entwicklung.

Calcium
Chemisch zählt es zu den Erdalkalimetallen und ist ein für den Menschen unabdingbar nötiges 2-wertiges Element. Calcium ist beteiligt an Knochenstoffwechsel und -mineralisation unter Regulation durch das hormonelle Parathormon-Calcitonin-System. Es ist wichtig für die Knochen- und Zahnbildung, die Muskelkontraktion, Blutgerinnung, Kapillar- und Membranpermeabiltät, den Wasser-Elektrolyt-Haushalt, die Erregungsübertragung in der Nervenleitung und den Sinneszellen, für Enzymreaktionen und Übertragung hormoneller Signale. Der größte Calciumspeicher mit etwa 1kg Ca ist das Knochengewebe. Hierbei bildet das Calcium das Zentralatom der die Stützfunktion ausübenden komplexen Salze. Calcium gelangt über den Darm in den Organismus, wobei Oxal- und Phytinsäure durch Bildung schwer löslicher Salze die Resorption erschweren. (Oxalsäure finden wir in Sauerampfer, Rhabarber, Spinat und Kakao; Phytinsäure in Pflanzensamen.) Die Resorption des Calciums und der Knochenstoffwechsel erfordern die Gegenwart des Vitamin D3. Über die hormonelle Steuerung des Einbaus bzw. der Mobilisierung des Calciums besteht eine enge, wechselseitige Beziehung zum Phosphat. Beide Elemente sind Bestandteil des Mineralkomplexes der Knochen und Zahnhartsubstanz. Ein Mangel hat einen unvollständigen Zahn- und Knochenaufbau (Wachstumsstörungen) bzw. Knochenentkalkung (Osteoporose), Rachitis und Krämpfe zur Folge. Täglich sollte ein Erwachsener zwischen 800 und 1000 mg Calcium zu sich nehmen, am besten durch den Genuss calciumreicher Nahrungsmittel.